Hallo Metaller,
Ende März 1917 taucht in den "manuals"/Anleitungen der Kästen ab "4" der "Traveling Jib Crane" auf, der anfangs unter der Nummer 240 firmiert.
Das Modell, meist nur "crane" genannt, entstammt einem frühen Wettbewerb und wurde für den Zeitraum zwischen 1917 und 1923 das "Icon" sowohl auf den Kästen, wie auch den "Manuals".
In der Anfangszeit kamen die "braced girders (12,5" und 5,5") nur in den "Inventors outfits" vor bzw. mussten als Einzelteile zugekauft werden.
Außerdem taucht in diesem Modell erstmalig der "Liverpool No.1 clockwork-motor" auf, der für das Model aber viel zu schnell war.
Das Model konnte also mit dem Nickelkasten ab Nr. 4 unter Zukauf des Motors gebaut werden.
Ich stelle es als Modell mit vielen schönen Nickelflächen vor.
Die "Hank of cord"/Schnur (no.40) fehlt leider im Kasten. Ersatz fand sich in den Vorräten meiner Frau.
Der verwendete rote "Hook"/Haken ist von 1922 und damit noch authentisch.
Die acht 1 3/8"- "flanged wheels" Nr 20 (ohne "groove"/ Vertiefung der zentraleren Wangen) hatte ich als neuere Auffüllung meines Kastens verdächtigt; sie sind aber alle zeitgemäß für einen Kasten etwa 1922. Da hatte ich aber einige schon gegen ältere "gegroovte" ausgetauscht.
Schönen Sonntag noch
der Crane von 1917 (Nickel)
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ReinhardY
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der Crane von 1917 (Nickel)
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Viele Grüße
Reinhard
Das Auge schraubt mit und:
Der Appetit kommt beim Schrauben
Reinhard
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Georg
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Re: der Crane von 1917 (Nickel)
Hallo Reinhard,
die Seilführung mit einem Verbindungsbügel als Umlenkung ist auf der Zeichnung schon abenteuerlich.
Die in Deinem Modell habe ich nicht verstanden.
Aber der Kran so ganz in Grau und Messing vor weißem Hintergrund sieht ausgesprochen gut aus.
Der rote Haken ist ein guter optischer Akzent. Das ist ja das Wichtigste am Kran.
die Seilführung mit einem Verbindungsbügel als Umlenkung ist auf der Zeichnung schon abenteuerlich.
Die in Deinem Modell habe ich nicht verstanden.
Aber der Kran so ganz in Grau und Messing vor weißem Hintergrund sieht ausgesprochen gut aus.
Der rote Haken ist ein guter optischer Akzent. Das ist ja das Wichtigste am Kran.
Grüße
Georg
Ich schraube, also bin ich.
Georg
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Wolfgang
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Re: der Crane von 1917 (Nickel)
Hallo Reinhard,
der Kran mit den vernickelten Teilen gefällt mir sehr gut.
Allerdings müsste das Seil am Kranhaken zwischen den beiden Seilrollen geführt werden;
auf Deinem Foto wird das Seil jedoch auf der linken Rolle geführt, wodurch der Kranhaken
eine leichte Schlagseite hat. Am Ausleger läuft das Seil korrekt zwischen den beiden Rollen.
Die weitere Seilführung im Bereich des Motors ist mir allerdings auch nicht klar.
Übrigens dachte ich zuerst, das Seil müsste über alle vier Rollen geführt werden, aber das ist
in der Vorlage nicht vorgesehen.
Gruß
Wolfgang
der Kran mit den vernickelten Teilen gefällt mir sehr gut.
Allerdings müsste das Seil am Kranhaken zwischen den beiden Seilrollen geführt werden;
auf Deinem Foto wird das Seil jedoch auf der linken Rolle geführt, wodurch der Kranhaken
eine leichte Schlagseite hat. Am Ausleger läuft das Seil korrekt zwischen den beiden Rollen.
Die weitere Seilführung im Bereich des Motors ist mir allerdings auch nicht klar.
Übrigens dachte ich zuerst, das Seil müsste über alle vier Rollen geführt werden, aber das ist
in der Vorlage nicht vorgesehen.
Gruß
Wolfgang
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ReinhardY
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Re: der Crane von 1917 (Nickel)
Hallo Georg, hallo Wolfgang,
ihr habt natürlich recht.
Das alles liegt daran, daß ich keine richtige Meccano-Kordel habe. Der viel zu dünne und widerspenstige, wenn auch farbnahe Wollfaden lässt sich nicht händeln und macht was er will.
Aber auch die vorgesehene Kordel im Model hat nur eine Alibifunktion, wie schon im "Love und Gamble" kritisiert wurde.
Ich hoffe dennoch, daß ich eines Tages einer "real cord"
habhaft werde.
ihr habt natürlich recht.
Das alles liegt daran, daß ich keine richtige Meccano-Kordel habe. Der viel zu dünne und widerspenstige, wenn auch farbnahe Wollfaden lässt sich nicht händeln und macht was er will.
Aber auch die vorgesehene Kordel im Model hat nur eine Alibifunktion, wie schon im "Love und Gamble" kritisiert wurde.
Ich hoffe dennoch, daß ich eines Tages einer "real cord"
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Viele Grüße
Reinhard
Das Auge schraubt mit und:
Der Appetit kommt beim Schrauben
Reinhard
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Norbert
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Re: der Crane von 1917 (Nickel)
.
Hallo Schrauber,
dieses Kranmodell ist erstmals - wie von Reinhard erwähnt - als Ergebnis eines Wettbewerk 1915-16 der Meccano Company, Inc., New York in dem Heft Meccano Prize Models zu sehen: https://meccanoindex.co.uk/Mmanuals/Oth ... S-16'3.pdf
Der Kran wurde noch 1916 in das MECCANO Instructions Book No. 1 übernommen und ist dort auf Seite 73 abgebildet:
https://meccanoindex.co.uk/Mmanuals/191 ... 16-Ed1.pdf
Hier die Abbildung dieses Krans mit Stückliste:
. (Zum Vergrößern anklicken!)
Es sind 8 Spurkranzräder mit Schnurrille Nr. 20 verbaut, 4 als Laufräder und 2 x 2 als Umlenkkrollen.
Das Spurkranzrad ohne Rille wurde erst 1919 eingeführt (wogegen Märklin die Rille bis 1999 beibehielt).
Das Lastseil wird direkt auf der Motorwelle aufgewickelt und ist vermutlich an der Stellschraube des Lochscheibenrads Nr. 24 befestigt.
Wie Wolfgang richtig bemerkte, sollte das Lastseil in der Flasche zwischen den Schnurrädern Nr. 22 um die Welle laufen.
Die beiden Schnurräder haben eine Länge von 24 mm, die als Abstandshülsen dienenden seitlichen Kupplungsmuffen Nr. 63 aber nur 21 mm.
Deshalb scheint die Stückliste fehlerhaft zu sein, denn es müßten die Schnurräder Nr. 22A ohne Nabe sein, wie sie Reinhard richtigerweise verbaut hat. Die wiederum haben bei einer Gesamtbreite von 8 mm ziemlich viel seitliches Spiel auf der Welle, sodaß eine Seilumlenkung in Flaschenmitte nicht gewährleistet ist. Es empfiehlt sich also, zusätzlich 3 Rollen Nr. 23 , links, mittig und rechts mit einzubauen. Dadurch wird gleichzeitig das Lastseil von den Rändern der Schnurräder ferngehalten.
Gruß
Norbert
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Hallo Schrauber,
dieses Kranmodell ist erstmals - wie von Reinhard erwähnt - als Ergebnis eines Wettbewerk 1915-16 der Meccano Company, Inc., New York in dem Heft Meccano Prize Models zu sehen: https://meccanoindex.co.uk/Mmanuals/Oth ... S-16'3.pdf
Der Kran wurde noch 1916 in das MECCANO Instructions Book No. 1 übernommen und ist dort auf Seite 73 abgebildet:
https://meccanoindex.co.uk/Mmanuals/191 ... 16-Ed1.pdf
Hier die Abbildung dieses Krans mit Stückliste:
. (Zum Vergrößern anklicken!)
Es sind 8 Spurkranzräder mit Schnurrille Nr. 20 verbaut, 4 als Laufräder und 2 x 2 als Umlenkkrollen.
Das Spurkranzrad ohne Rille wurde erst 1919 eingeführt (wogegen Märklin die Rille bis 1999 beibehielt).
Das Lastseil wird direkt auf der Motorwelle aufgewickelt und ist vermutlich an der Stellschraube des Lochscheibenrads Nr. 24 befestigt.
Wie Wolfgang richtig bemerkte, sollte das Lastseil in der Flasche zwischen den Schnurrädern Nr. 22 um die Welle laufen.
Die beiden Schnurräder haben eine Länge von 24 mm, die als Abstandshülsen dienenden seitlichen Kupplungsmuffen Nr. 63 aber nur 21 mm.
Deshalb scheint die Stückliste fehlerhaft zu sein, denn es müßten die Schnurräder Nr. 22A ohne Nabe sein, wie sie Reinhard richtigerweise verbaut hat. Die wiederum haben bei einer Gesamtbreite von 8 mm ziemlich viel seitliches Spiel auf der Welle, sodaß eine Seilumlenkung in Flaschenmitte nicht gewährleistet ist. Es empfiehlt sich also, zusätzlich 3 Rollen Nr. 23 , links, mittig und rechts mit einzubauen. Dadurch wird gleichzeitig das Lastseil von den Rändern der Schnurräder ferngehalten.
Gruß
Norbert
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ReinhardY
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- Wohnort: Gebiet Aachen
- Baukasten-Kenntnis: Meccano-Neuentdecker/Märklin (angelernter Hilfs-Schrauber)
- Kontaktdaten:
Re: der Crane von 1917 (Nickel)
Hallo Norbert,
vielen Dank für die interessanten Informationen.
Erstaunlich, welch z. T. einfache Konstruktionen einen (wenn auch abgestaffelten) Preis gewinnen konnten. Aber sonst hätten vllt. die jüngeren auch eher das Interesse am System verloren.
Man bedenke: Es ist Mitte 1916; England verliert in der verlustreichsten Schlacht seiner Geschichte etwa 20.000 junge Soldaten (+40.000 Verwundete) an einem Tag an der Somme.
*Herfried Münkler; Der große Krieg
vielen Dank für die interessanten Informationen.
Erstaunlich, welch z. T. einfache Konstruktionen einen (wenn auch abgestaffelten) Preis gewinnen konnten. Aber sonst hätten vllt. die jüngeren auch eher das Interesse am System verloren.
Man bedenke: Es ist Mitte 1916; England verliert in der verlustreichsten Schlacht seiner Geschichte etwa 20.000 junge Soldaten (+40.000 Verwundete) an einem Tag an der Somme.
*Herfried Münkler; Der große Krieg
Viele Grüße
Reinhard
Das Auge schraubt mit und:
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