Ju 52

Autos, Flugzeuge, Schiffe, Land- und Baumaschinen
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Volker Germany
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Baukasten-Kenntnis: als Kind mit Märklin-Baukasten gespielt. 2024 an eine große Sammlung Märklin-MBK gekommen. Daraufhin die große HO-Märklin-Eisenbahn aufgegeben, da unbefriedigend. Wenn der Herbst kam - d.h. Eisenbahnzeit - funktionierte irgendetwas nicht, meistens ganz hinten unter der Platte. Durch die große Hilfsbereitschaft der "Forumsmitglieder" sind Probleme beim MBK sofort lösbar.

Ju 52

#8849

Beitrag von Volker »

Guten Tag,
bei Ebay wird eine Märklin JU 52 aus den 1930er Jahren angeboten. Ein sehr schönes Modell, das ich nicht kannte, habe im Forum auch nichts darüber gefunden.
Auf meine Frage im Internet wurden erstaunlich viele Modelle angeboten, zu denen ich Fragen habe.
Es scheint 2 neuere Modelle zu geben (aus welchem Jahr?):
19801 = schweizer Modell, Kanzel + Flügelspitzen blau
1980 = deutsches Modell, Kanzel + Flügelspitzen schwarz.
Im dt. Modell (1980) scheinen immer 2 Piloten dabei, im schw. keine Piloten (Zufall, verloren?).
Das "Echtheitszertifikat" gehörte immer dazu? Was haben die Modelle gekostet?
Dann ist mir ein neues Modell mit "Hakenkreuz" aufgefallen. Kann doch nur der letzte Besitzer aufgeklebt haben?
Danke + schönes Wochenende
Volker
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Georg Germany
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Re: Ju 52

#8850

Beitrag von Georg »

Halo Volker,

von dem Märklin Modell der Ju 52 gab es einen Vorkriegs-Baukasten für ein einmotoriges Flugzeug und einen Ergänzungskasten, um mehr Motoren anzuschrauben. Diese Flugzeuge musste der Sohn reicher Eltern selbst zusammenbauen und dann hinstellen. Es waren typische Ein-Modell-Baukästen, wie es auch Auto-Baukästen gab. (Die hatten jedoch ein Fahrgestelle und verschiedene Ergänzungen für Aufbauten.)
Als Beispiel hänge ich eine Seite aus dem Katalog von 1936 an, inklusive zeitgenössischer Grafiken. ( X( )
Der Preis für das einfache Flugzeug betrug 15,- RM. Zum Vergleich: ein Metallbaukasten Nr. 3 kostete 21,- RM.
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Märklin katalog 1936 Seite 2.jpg
.

In den späten 1990er Jahren legte Märklin wieder so ein Flugzeug auf. Dieses Mal war es aber bereits zusammengebaut und der solvente Märklin-Sammler legte die Schachtel zu den anderen weißen Schachteln seiner Sammlung. Mit den Modellen konnte man nichts tun, außer anschauen. Als Sammelstück oder gar Geldanlageobjekt tauchten sie auch nicht. Diese neuen Modelle hatten natürlich kein Hakenkreuz.

Hier sind zwei Ausschnitte aus den Märklin Neuheiten-Katalogen von 1996 und 1999.
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Märklin Neuheiten 1996.jpg
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Märklin Neuheiten 1999.jpg
.

Für einen Märklin-Sammler sind die Sachen interessant, für einen Metallbaukasten-Schrauber sind sie meiner Meinung nach nur sperrige Staubfänger.
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Grüße
Georg

Ich schraube, also bin ich.
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Re: Ju 52

#8851

Beitrag von Volker »

Guten Abend Georg,
danke für Deine Ausführungen + das Informationsmaterial.
Tatsächlich "Staubfänger", aber meine Frau + ich haben im Mai 2018 mit der JU vom Flughafen Mülheim einen der letzten Rundflüge - vor dem Flugverbot - gemacht. Ein tolles, bewegendes Erlebnis!
Und ich werde versuchen so ein Modell zu erwerben, als Erinnerung an diesen spektakulären Flug.
Grüße + schönen Abend
Volker
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Günther Germany
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Re: Ju 52

#8852

Beitrag von Günther »

...
Hallo Volker,

auch selber bauen kann reizvoll sein wie im Schrauber&Sammler nachzulesen ist.
„Die Tante Ju eine Legende in Märklin“ so hat Gert Udtke seinen Bericht genannt:
...
...


Gruß
Günther
Volker Germany
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Re: Ju 52

#8858

Beitrag von Volker »

Guten Tag Günther,
toller Tip, danke!
Das werde ich versuchen.
Schönen Sonntag
Volker
Volker Germany
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Re: Ju 52

#8997

Beitrag von Volker »

Guten Morgen,
nun habe ich den guten Tipp von Günther aufgegriffen + mich an die veröffentlichte Ju 52 gemacht.
Jetzt habe ich das Modul " Kabine" angefangen. Dabei werden 5er Flachstangen gebogen, um daraus Sitze herzustellen. 5er Lochstangen gibt es in verschiedenen Grüntönen, also unterschiedlich alt. Ich biege die Teile im Schraubstock (s. Foto). Dabei brechen einige Stangen wie Glas, ohne das ich vorher händisch einen Unterschied feststelle (ca. 20 %). Wurden die Legierungen verändert? Ist es eine "Ermüdung" des Materials (Altersfrage?).
Kann ich vorher den Unterschied feststellen?
Danke + schönen Tag
Volker
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Georg Germany
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Re: Ju 52

#9001

Beitrag von Georg »

Hallo Volker,

wann Märklin welchen Stahl für seine Lochstreifen verwendet hat, weiß ich nicht.
Vermutlich nahmen sie nicht immer die selbe Qualität, aber immer die preislich attraktivste.

Mit dem Hammer am Schraubstock machst Du einen Knick (Radius nahezu 0 mm) in den Lochstreifen, der dann bei entsprechend sprödem Material bricht.
Versuche es mal mit einer Biegung, also mit einem Radius von wenigen Millimetern. Das stört am Sitz nicht, aber beansprucht das Meterial nicht übermäßig.
Gert Udtke hat bei seiner Ju52, die in Schrauber & Sammler Nr. 9 vorgestellt wurde, Sitzfläche und Lehne aus zwei Teilen gebaut.
Grüße
Georg

Ich schraube, also bin ich.
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